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Das imagami-Prinzip
Das erste imagami Auf dieser Seite steht ein persönlicher Bericht von den Umständen, die zum ersten imagami führten. |
Von der Entdeckung der imagami
Eigentümliche Situationen entstehen, wenn sich eine Idee ins Bewusstsein drängt. Oft werde ich gefragt, wie ich auf die Idee für die imagami gekommen bin. Genau genommen ist die Idee auf mich gekommen. Um diese Begegnung zu schildern, möchte ich etwas von mir vorausschicken.
Bilder sind schon immer meine große Leidenschaft. Sie bieten mir die ideale Möglichkeit, spezielle Gedanken, Symbole und Zeichen frei zu kombinieren und einem Betrachter in farbiger Offenheit darzubieten. Ohne durch viele Worte und Definitionen die gefühlsmäßige Verständigung zu blockieren, können Bilder einen geistigen Raum der Begegnung öffnen. Bekanntes abzubilden hat mich als freier Maler nie interessiert. Meine Bilder sollen über die sichtbare Welt hinausführen und seelische Fähigkeiten weiter entwickeln. Dazu scheint mir eine kreative Forschung eher geeignet, als die losgelöste Beliebigkeit der Phantasie. Im bestehenden Kunsthandel fand ich keine Möglichkeit mein Anliegen direkt zu vermitteln. Deshalb gründete ich „Sonnenblau“ – ein Atelier für Wahrnehmung, Austausch und Verbreitung. Mit Sonnenblau wollte ich nicht nur eigene Projekte bearbeiten. Ein Bildfindungs-Service sollte die Möglichkeit bieten, persönliche Bilder und Zeichen entwickeln zu lassen, die dem Wesen und Anliegen der Menschen wirklich entsprechen. Eine Annonce sollte das kommunizieren. Am Freitag vor Pfingsten 2003 erfuhr ich, dass das Inserat am nächsten Dienstag gedruckt werden sollte. Ich hatte den intensiven Wunsch Pflanzen in einer Weise abzubilden, die mehr das Wesen als die Substanz offenbaren. So mußte man das gestalterische Potential von Sonnenblau am Besten erkennen - war mein Gedanke - ohne zu wissen, wie das aussehen könnte. Mir blieben also die Feiertage und der Erfolgsdruck.
imagami-nr.201 - Wiesenstimmung:
Das erste imagami von Pfingsten 2003
Das bewegte mich durch eine endlose und unruhige Nacht und am Pfingstsonntag erwachte ich mit einer Idee. Ich fotografierte im Garten, drehte und spiegelte das Foto solange am Computer bis das geträumte Ergebnis sichtbar vor mir lag: Eine Wiesenstimmung, durch eine kaleidoskopartige Spiegelung zentriert und zu einer neuen Ordnung gefügt. Das neue Bild wirkte spürbar intensiver als das Ausgangsfoto. Bei jedem weiteren Versuch zeigten sich die abgebildeten Pflanzen in der neuen Natur-Bild-Sprache irgendwie reiner und ausgeprägter. Mit Erstaunen stellte ich fest, dass die Bilder wirklich zu mir sprachen. Zum ersten Mal erlebte ich Pfingsten als das Fest, an dem es Geist regnet. Am Abend kannte ich auch den Namen für meine Pfingstbilder. Sie heißen imagami - der Name ist symmetrisch und gespiegelt, wie die Bilder selbst.