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Mensch und Pflanze

imagami + Pflanze

Mensch + Pflanze

Diese Seite handelt vom Verhältnis Mensch-Pflanze und warum Pflanzen Menschen heilen können.

Was hat der Mensch mit den Pflanzen zu tun?

Die geometrische Struktur des imagami bündelt und intensiviert die Wirkungen, die von der abgebildeten Pflanze ausgehen. Diese Wirkungen können durch das imagami belebend und seelisch ausgleichend auf den Menschen wirken. Wie kann eine Pflanze dem Menschen helfen? Fast jeder kennt die belebende Kraft eines Waldspaziergangs oder die wohltuende Wirkung einer pflanzlichen Arznei. Weil das so selbstverständlich ist, fragen wir kaum, worin eigentlich die Verbindung zum Pflanzenreich besteht. Nur durch die Verwandtschaft von Mensch und Natur kann sich dieser Effekt einstellen.







Was der Saft im Baum ist, das ist die Seele im Körper, und ihre Kräfte entfalte sie, wie der Baum seine Gestalt. Die Erkenntnis gleicht dem Grün der Zweige und Blätter, der Wille den Blüten, das Gemüt ist wie die zuerst hervorbrechende Knospe, die Vernunft wie die voll ausgereifte Frucht. Der Sinn endlich gleicht der Ausdehnung des Baumes in Höhe und Breite. So ist die Seele der innere Halt und die Trägerin des Leibes.

Hildegard von Bingen

Gott schläft im Stein, atmet in der Pflanze,
träumt im Tier – und erwacht im Menschen.
Angelus Silesius

Dieser Spruch beschreibt das Wesen der natürlichen Bewusstseinsformen sehr schön: Allen ist gemeinsam, dass sie ihr Wesen durch eine körperliche Form ausdrücken. Bei den Pflanzen kommen Lebensprozesse hinzu und das Tierreich verfügt darüber hinaus über die Fähigkeit, durch Sinneswahrnehmung und Fortbewegung mit der Umwelt in Austausch zu treten. Erst im Menschen erwacht das Bewusstsein. Als Bewohner desselben Planeten entspringen alle Lebensformen derselben Quelle und haben daher eine natürliche Wesensverwandtschaft. Der Gedanke liegt nahe, dass auch der Mensch im Laufe seiner Entwicklung ein pflanzenartiges Stadium durchschritten hat. An die Bewusstseinsform der Pflanze erinnert zum Beispiel heute noch der Schlaf: Während das Bewusstsein im herab gedämmerten Zustand auf die Traumreise geht, bleibt der Körper in seinen vegetativen Prozessen im Bett zurück. Die „innere Pflanze“ regelt mit der Atmung den Herzschlag und den Stoffwechsel, womit das Bewusstsein überfordert wäre. Auf dieser vegetativen Ebene befinden wir uns, wie die gesamte Pflanzenwelt, im paradiesischen Zustand der Einheit. Dort ist das gesamte Potential verfügbar und jeder Mangel kann daraus ergänzt und ausgeglichen werden. Deshalb können wir am Morgen erfrischt und mit neuen Kräften erwachen.

Wenn Gott Mensch werden konnte, kann er auch Stein, Pflanze, Tier und Element werden. Und vielleicht gibt es auf diese Art eine fortwährende Erlösung in der Natur.
Novalis

Einen interessanten Hinweis auf die Beziehung von Mensch und Pflanze gibt Rudolf Steiner: Den aufgerichteten Menschen vergleicht er mit einer umgedrehten Pflanze. Er weist auf die folgende dreifache Ähnlichkeit hin:

Gehirn - Wurzel
Atmung/Blutkreislauf - Blätter
Fortpflanzungsorgane - Blüte.

Im Laufe der Menschheitsentwicklung wendete der Mensch seine Fortpflanzungsorgane der Erde zu und verwurzelte seine Gedankentätigkeit im Himmel. Durch diese Umkehrung der körperlichen Anlagen wird er körperlich frei und geistig unabhängig. Der Preis für die Freiheit des Bewusstseins ist der Fall aus der Einheit in die Polarität.

Die Naturreiche verfügen in ihrer schier unerschöpflichen Vielfalt über Kräfte und Qualitäten, die in einer verträglichen Form den Menschen auf seinem Entwicklungsweg unterstützen können. Stellen wir uns vor, dass jede Pflanze eine Facette des Irdischen auf einer natürlich-Heilen Ebene verkörpert. So kann die richtige Pflanze dem Menschen in seiner persönlichen Situation die benötigte Information geben, seine Mitte wieder zu finden und heil zu werden.

Aus: sirtaro bruno hahn," Das imagami-Prinzip", 2008

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